CREDO Spez. 28.10.2018

 

CREDO spezial  – Gottesdienst: Ich glaube, Durchhalten lohnt sich!

Dass Durchhalten alles andere als einfach ist, machte Andrea Zoller bereits bei ihrer einleitenden Moderation deutlich: Sie erzählte von einem Marathon, den sie einmal gelaufen sei, und wie hart das letzte Drittel gewesen sei – noch 500 m vor dem Ziel habe sie ans Aufgeben gedacht, wenn da nicht der aufmunternde Zuspruch eines Zuschauers an sie gewesen wäre …

Solchen Zuspruch gab es in diesem CREDO spezial  – Gottesdienst dann auch im Kinderteil, wo spontan eine Rettungsaktion von Badegästen am Strand von Panama City in Florida aus dem Sommer 2017 nachgestellt wurde, bei der Jugendliche, die in eine gefährliche Strömung geraten waren, mithilfe einer langen Menschenkette aus dem Meer gezogen wurden (bei uns wurde die 7-jährige Anna-Lena „gerettet“).

In der Predigt griff Pastor Günter Engelhardt das Thema dann anhand von Jesu Gleichnis von den zehn jungen Frauen bzw. „Brautjungfern“ auf (Mt. 25,1-13): Fünf von ihnen waren klug und führten genügend Öl für ihre Lampen mit sich, die anderen Fünf dagegen nicht. Nur die klugen Brautjungfern konnten, als der Bräutigam überraschend lange ausblieb, zuletzt mit zum Fest kommen, die anderen blieben außen vor. Doch wofür steht in dieser Erzählung das Öl? Dafür, dass wir mit unserer ganzen Existenz auf Jesus hin ausgerichtet bleiben! Nur so kann es uns gelingen, durchzuhalten …

Was Pastor Günter Engelhardt auch noch ganz praktisch veranschaulichte, als er davon erzählte, dass er sich an jedem Morgen einige Minuten Zeit nehmen würde, um anhand besonderer Eigenschaften Gottes (wie Allmacht, Großzügigkeit, Verlässlichkeit, ... ) in die Anbetung zu finden. So würde sein Tag ganz anders beginnen und eine viel positivere Ausrichtung bekommen! Wozu er dann auch alle Besucherinnen und Besucher einlud und ihnen dafür eine Liste zur Verfügung stellte, auf der er alle Eigenschaften Gottes, die ihm in den letzten Monaten wichtig geworden waren, versammelt hatte.

Doch auch das Anspiel unserer Theatergruppe wird noch länger in besonderer Erinnerung bleiben, weil hier ein Mann auf dem Dachspeicher seiner verlorenen ersten Liebe wieder begegnete. Nein, es war nicht Sabine, sondern seine Liebe zu Gott, die in all den Jahren inzwischen doch sehr verblasst war … Leider kam es trotz intensiven Dialogs nicht zu einer neuen Freundschaft zwischen den beiden – besagter Mann verscheuchte seine Liebe zu Gott zuletzt wieder in den Schrank. Was für eine Warnung an uns! Sie liegt ganz dicht bei dem Verhalten der fünf „dummen“ Brautjungfern. So will doch eigentlich niemand sein, oder?

Nach dem Gottesdienst gab es auf jeden Fall noch viel Gesprächsbedarf, wofür wieder das liebevoll hergerichtete CREDO-Café den passenden Rahmen bot.

 

Holger Panteleit